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Leserbrief zum Artikel: Aus für günstigen Wohnraum

Veröffentlicht am 23.03.2018, 13:27 Uhr     Druckversion

Leserbrief zum Artikel: Aus für günstigen Wohnraum
 

Sowohl die Überschrift des Artikels als auch der beigefügte Kommentar vermitteln dem Leser den Eindruck, dass die Stadtpolitiker sich gegen günstigen Wohnraum in Kappeln ausgesprochen haben. Das ist falsch! Alle Parteien wollen günstigen Wohnraum für Kappeln! Ausgangslage war der Antrag der LWG zum Kauf des Grundstückes in Ellenberg für den sozialen Wohnungsbau. Dies wurde von allen Parteien befürwortet, aber vor dem Kauf wurde die Verwaltung beauftragt, eine Bedarfsanalyse zu erstellen und gleichzeitig mit den Kaufpreisverhandlungen zu beginnen. Aber statt einer zielgerichteten Analyse über sozialen Wohnungsbau in Kappeln zu erarbeiten, wurde die Absicht einer externen Auftragsvergabe zum Erstellen eines allumfassenden Wohnraumversorgungskonzeptes, geplante Kosten in Höhe von 35tsd Euro, vorgelegt. Das noch gültige Konzept aus 2007, damals auch schon in einem ähnlichen Kostenrahmen, wird als „veraltet“ dargestellt, gerade mal 10 Jahre alt. Das ist nicht die gewünschte Information, die wir gefordert hatten, um das Grundstück für Kappeln zu sichern. Und eine Ablehnung des Konzeptes bedeutet nicht das „Aus“ für günstigen Wohnraum. Im Gegenteil, das Geld kann nun direkt für den Kauf des Grundstückes eingesetzt werden. Danach wird man in Zusammenarbeit mit interessierten Baugenossenschaften/Investoren erörtern, welche Art von Wohneinheiten dort entstehen können. Die Aussage des Bgm, dass „...ein sich noch findender Bauträger ohnehin ein Versorgungskonzept einfordern würde“ ist nicht nachvollziehbar und haltlos, da sich noch kein Bauträger geäußert hat. Die jüngste Vergangenheit in anderen Städten wie z.B. Eckernförde hat gezeigt, dass Baugenossenschaften ein eigenes Konzept in Auftrag geben, ohne Steuergelder in Anspruch zu nehmen. Auch eine Idee, die es wert wäre, zumindest mal darüber nachzudenken.
Zum Vergleich im Kommentar „Kurzsichtigkeit“ Brandschutzkonzept Mühle Amanda und Wohnraumversorgungskonzept muss erwähnt werden, dass der Kreis ein Brandschutzgutachten einfordert und die Stadt gar keine andere Wahl hatte, als dieses in Auftrag zu geben, damit nicht jetzt schon für Brandschutzmaßnahmen Gelder ausgegeben werden, die lt. Gutachten vielleicht gar nicht nötig gewesen wären. Ohne angepasste Brandschutzmaßnahmen droht die komplette Schließung der Mühle. Kurz: das Konzept Brandschutzmaßnahme Mühle Amanda ist mit dem Wohnraumversorgungskonzept keinesfalls vergleichbar!

Lars Braack
SPD-Fraktionsvorsitzender




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