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Leserbrief zum Schlei-Schnack vom 24.03.18

Veröffentlicht am 26.03.2018, 11:35 Uhr     Druckversion

Leserbrief zum Schlei-Schnack vom 24.03.18

Liebe Frau Nordmann!

 Eigentlich bin ich ein Fan Ihres „Schlei-Schnack“. Der letzte vom 24.03.18 zum Thema „Bezahlbares Wohnen“ ist mir aber ziemlich sauer aufgestoßen. Der Grund: Er sollte zielgerichtet das Abstimmungsverhalten der SPD-Kappeln negativ erscheinen lassen. Sie wissen, dass wir während der gesamten Diskussion, sowohl schon im Bau- als auch im Hauptausschuss, den Standpunkt vertreten haben, dass wir bezahlbares Wohnen wollen, aber keine für uns unnütze und langwierige neue Erstellung eines Wohnraumbedarfskonzeptes. Mit dieser Meinung waren wir bei der Abstimmung auch nicht alleine. Von 21 Stadtvertretern in der letzten SV-Sitzung haben sich gerade mal 9 !! für das neue, teure Konzept ausgesprochen. Von der LWG, SPD, dem SSW und sogar der CDU selbst gab es Enthaltungen oder Gegenstimmen. Also alleine die SPD die Hauptschuld für die Ablehnung des Konzeptes zuzuschieben ist sehr weit hergeholt und entspricht nicht den Tatsachen!!

Schon in dem alten Gutachten – dass übrigens noch bis 2020 gültig ist – war der Weggang der Marine eingearbeitet und prognostiziert, dass die beiden Großprojekte Olpenitz und Ellenberg Arbeitsplätze schaffen und bezahlbaren Wohnraum nötig machen würde. Dass diese Aussage weiter gültig ist, dazu braucht man noch nicht einmal eine Wahrsagerin mit einer Glaskugel. Schon gar kein zeit- und kostenaufwändiges neues Gutachten. Für die Erstellung des alten wurden übrigens 18 Monate benötigt. Dieses noch gültige Gutachten umfasst 58 Seiten. Davon findet man bis zur Seite 55 eine Menge von Statistiken und Daten, die größtenteils noch ihre Gültigkeit haben. Erst die letzten 3 (drei!) Seiten beschäftigen sich mit dem Thema „Handlungsbedarf und Maßnahmen“. Da finden sich dann schon 2007 vorgeschlagene Maßnahmen wie: Die Wohnungsunternehmen in Ellenberg sollten ihre Wohnungen aufgrund der Umstrukturierung der Bevölkerung in kleinere Familiengrößen auch dementsprechend kleiner machen. Und energetisch sanieren. Das gilt auch heute noch!

Und so geht es weiter. Man darf sich dann auch fragen, was denn bisher von den vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt wurde.

Fazit: Die SPD-Kappeln möchte Steuergelder nicht für ein weiteres nutzloses Schubladengutachten verschwenden sondern für den notwendigen Ankauf eines geeigneten Grundstückes sinnvoll nutzen.

 

Rainer Moll, SPD-Stadtvertreter




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